Den Anwohnern der Buschstraße in Süd Ost stinkt es. Vor einigen Jahren wurde in ihrer Straße ein Altglas- und ein Altkleider-Container aufgestellt. Sie ärgern sich, dass die Verschmutzung seitdem zugenommen hat. Die SPD in Münsters Südosten hat sich jetzt des Themas angenommen und sucht nach Lösungsvorschlägen.

Den Stein ins Rollen gebracht hat Petra Ostendorf. Sie wohnt an der Buschstraße in unmittelbarer Nähe zu den Containern: „Ich habe mir bereits zweimal einen Reifen meines Autos plattgefahren, weil große Scherben auf der Straße lagen. Und auch für Kinder ist es gefährlich, wenn große Scherben auf der Straße liegen“, klagt sie.
Aber nicht nur die Glas-Scherben, die neben dem Container landen, stören. Auch die Altkleider-Box hat ihre Haken. „Wenn die voll ist, fliegen die Klamotten auf der Straße herum. Das ist einfach eine Zumutung fürs Wohngebiet“, so Ostendorf, die mit ihrer Meinung nicht alleine dasteht. Die Nachbarn stehen hinter ihr.
Nächster Anlauf
„Ich habe vor Jahren bereits die CDU-Oberbürgermeister Berthold Tillmann als auch Markus Lewe auf dieses Thema angesprochen. Beide versprachen eine Verbesserung, geschehen ist nichts. Jetzt probiere ich es mal bei der SPD“, berichtet Ostendorf.
Am Donnerstagabend trafen sich dann Vertreter der SPD mit einigen Anwohnern der Buschstraße, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Bezirksvertreter Mathias Kersting wollte nicht zusagen, dass sich in den nächsten Tagen schon etwas an der Situation ändere. Er versprach aber, dieses Thema weit nach oben auf die Agenda der Bezirksvertretung zu heben.
Illegale Boxen
„Wir wollen jetzt schnell eine Stellungnahme dazu bekommen und möchten im Mai oder Juni etwas an der Situation ändern“, kündigte Kersting an. Ihm sind allerdings nicht nur der Glas- und der Altkleider-Container ein Dorn im Auge. Kersting störte sich an einer etwas kleineren Box, die neben dem Altkleider-Kasten steht. „Da stand kein Betreiber drauf. Ich denke, dass die illegal aufgestellt wurde. Wir werden das prüfen“, so Kersting.
Petra Ostendorf hat übrigens schon eine Alternative zur aktuellen Situation im Kopf: „Warum stehen diese Container nicht bei Aldi oder dem K+K-Markt auf dem Parkplatz. Dort ist genug Platz, und die wenigen Meter mehr, kann man den Leuten wohl zutrauen.“
(Quelle: Lars Johann-Krone (MZ))